Abschied und Neuanfang

Neuanfang und Abschied

Für mich ist es immer wieder merkwürdig, wie nah liegen doch Neuanfang und Abschied.

Gestern habe ich eine Praktikantin, die in den letzten 9 Monaten mit mir und Projekte und Themenstellungen für mich bearbeitet hat, verabschiedet. Ein merkwürdiges Gefühl so eine Verabschiedung begleitet, diese Mischung aus Aufregung des Neuanfangs und die Wehmut der Aufgabe des Bekanntens.

Wie das so üblich bei uns ist, habe ich für ein Verabschiedungsgeschenk gesammelt. Sie hat mal erwähnt, sie mag gerne Creme Brülee. Dieser göttliche Nachtisch mit der krossen Karamellschicht.

Ich los, kaufe 6 wunderschöne Schälchen und einen Bunsenbrenner. Doch wie es an solchen Tagen so geht, die Verabschiedung wird dann doch nicht so rührig, wie ich mir das so vorstelle. Sie steht da etwas verloren mit diesem Geschenkkarton und dem Inhalt - weis gar nicht so genau, wie ihr geschieht und Gefühle kommen so gut wie gar nicht rüber.

Schade - warum fällt es uns so schwer Geschenke zum Abschied anzunehmen, und sich auch einfach ein Stück feiern zu lassen, wenn wir einen Abschnitt beenden?

Heute war dann der Neuanfang ohne Praktikantin. Auch wieder ein komisches Gefühl heute morgen. Wie gewöhnen wir uns doch an Gesichter, an Rituale. Da habe ich heute morgen doch wieder die doppelte Menge Kaffee aufgeschüttet und erst als er fertig war, kam mir die Erkenntnis - Mensch was machst Du den da.

Wie ich an mehreren Situationen an dem heutigen Tag gemerkt habe, macht mich so ein Abschied und Neuanfang auch weicher, empfindsamer. Ich frage mich, wie kommt das?

Vielleicht wisst ihr ja eine Erklärung.

Gruss

Silvia

28.6.07 21:52

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